Finanzchef24 4.6 out of 5 based on 581 ratings.
Zwei Jungunternehmer im Gespräch mit Berater zum Thema laufende Kosten bei Selbstständigkeit

Laufende Kosten der Selbstständigkeit

Wenn Sie Ihre Existenzgründung planen und Ihren Kapitalbedarf ausrechnen, dürfen Sie nicht vergessen, die laufenden Kosten der Selbständigkeit mit einzukalkulieren. Häufig scheitern Jungunternehmer, weil sie Ihren Kapitalbedarf zu gering einschätzen.

Autorin: Cynthia Henrich, Stand: 08.06.2016

Mitarbeiter-Ordner und Lohnkosten-Ordner, symbolisch für die laufenden Kosten bei Selbstständigkeit

Die Gründungskosten und die Vorabinvestitionen lassen sich in der Regel recht exakt bestimmen. Die laufenden Kosten der Selbstständigkeit werden jedoch von Existenzgründern oft unterschätzt. Viele machen den Fehler, davon auszugehen, dass sie diese Kosten mit ihrem Umsatz decken können. Aber gerade im ersten Gründungsjahr ist das selten der Fall. Achten Sie deshalb in Ihrem Finanzplan darauf, entsprechend Kapital einzuberechnen, um die laufenden Kosten der Selbständigkeit abzudecken.

Lesen Sie nachfolgend, welche Ausgaben unter die laufenden Kosten der Selbstständigkeit fallen:

Personalkosten: Wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei um laufende Kosten, die Sie für Ihre Mitarbeiter monatlich aufwenden. Unter Personalkosten fallen unter anderem der Lohn beziehungsweise das Gehalt, vermögenswirksame Leistungen, eventuell Urlaubs- und Weihnachtsgeld, der Arbeitgeberanteil der Sozialversicherung, Beiträge für die Berufsgenossenschaft und unter Umständen freiwillige betriebliche Zuwendungen.

Sachgemeinkosten: Unter Sachgemeinkosten versteht man Ausgaben, die nicht direkt mit der Herstellung Ihres Produkts in Verbindung stehen. Darunter fallen etwa die Miete für Ihre Geschäftsräume, Strom, Heizung, Telefon und Internet, Versicherungen (Gewerbeversicherungen unter anderem), Steuern, Ausgaben für Marketing, Instandhaltungskosten, Firmenwagen oder auch Ausgaben für Buchführung oder Honorare für Steuerberater.

Hinweis von unseren Experten in Grün

Auch Zinszahlungen für aufgenommene Kredite sowie Abschreibungszahlungen fallen unter die laufenden Kosten der Selbstständigkeit und sollten unbedingt mit einkalkuliert werden.

Private Ausgaben: Als Selbstständiger stehen Sie nicht nur vor der Herausforderung, die Finanzierung Ihres Unternehmens sicherzustellen, sondern auch die Finanzierung Ihrer privaten Ausgaben. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihren Unternehmerlohn in der Kalkulation berücksichtigen. Nutzen Sie das Excel-Tool "Private Ausgaben", das wir Ihnen in diesem Artikel zum kostenlosen Download anbieten, um Ihre persönlichen Kosten zu berechnen.

Tipp: Um den Überblick über private und geschäftliche Kosten nicht zu verlieren, sollten Sie getrennte Konten führen. Mehr zum Thema Geschäftskonto finden Sie auf Finanzchef24.

Download Excel-Tool:

Private Ausgaben

In Kooperation mit Für-Gründer.de

Gründernewsletter Finanzchef24-Gründertipps