Mikrokredite für Gründer und Kleinunternehmer

Wer den Schritt in die Selbstständigkeit wagt, hat gerade zu Beginn oft nicht das nötige Kleingeld, um wichtige Anschaffungen für das Unternehmen zu tätigen. Und einen Kredit bei der Bank erhält zumeist nur, wer Sicherheiten bieten kann. Nun haben Sie aber Ihr Erspartes vermutlich bereits für die Gründung ausgegeben und der monatliche Gehaltszettel mit fixem Einkommen bleibt logischerweise aus. Ihre Bank lehnt den Kreditantrag daher mit großer Wahrscheinlichkeit ab.

Für so einen Fall gibt es Mikrokredite. Diese kommen aus einem staatlichen Fond und sind dafür da, Gründern sowie Jungunternehmern kurzfristig und im kleinen Rahmen finanziell unter die Arme zu greifen. Mit der indaro Mikrofinanz GmbH und der Mikrokredit Schleswig-Holstein GmbH haben wir zwei Top-Mikrokreditpartner für Sie gefunden.

Und so einfach & schnell geht‘s

 

 

Was ist ein Mikrokredit?

Ein Mikrokredit ist ein Kleinkredit, der sich an Selbstständige und Existenzgründer richtet, die keine Sicherheiten für ein reguläres Bankdarlehen haben. Er kann über zwei Stufen ausgezahlt werden, um den Kreditnehmer vor Überschuldung zu bewahren. Konkret bedeutet das: in Stufe 1 werden zwischen 1.000 und 10.000 Euro an den Kreditnehmer ausgezahlt. Kann er über 6 Monate hinweg regelmäßig seine Raten zurückzahlen, ist es für ihn möglich, in Stufe 2 den Kredit zu erhöhen. Insgesamt darf der Mikrokredit eine Höhe von 25.000 Euro nicht überschreiten. Die Darlehen werden von Mikrofinanzinstituten vermittelt und aktuell von der Grenke Bank vergeben. Ins Leben gerufen wurde diese Kreditart von der Bundesregierung, die mit dem Mikrokreditfonds Deutschland Gründer und Selbstständige unterstützt. Privatbanken kooperieren mit sogenannten Mikrofinanzinstituten, um eine flächendeckende Versorgung zu gewährleisten.

Achtung: Ein Mikrokredit ist kein Kleinkredit!

Die Bezeichnungen Mikrokredit und Kleinkredit werden oftmals synonym verwendet. Offiziell bezeichnen sie jedoch nicht dieselbe Kreditform. Daneben gibt es noch den Minikredit, der ebenfalls kein Synonym für den Mikrokredit ist.

  • Ein Mikrokredit ist ein gewerblicher Kredit. Er kann nicht von regulären Bankinstituten ausgestellt werden, sondern nur von Mikrofinanzinstituten. Sollten Sie einen Mikrokredit von einer anderen Firma finden, hat dieser nichts mit dem Mikrokreditfonds Deutschland zu tun.
  • Ein Kleinkredit kann auch von Privatpersonen beantragt werden, üblicherweise bis höchstens 20.000 Euro. Auch Gründer und Selbstständige können einen Kleinkredit beantragen. Zumeist wird er aber nur gewährt, wenn gewisse Sicherheiten gegeben sind. Er kommt also eher als Überbrückungskredit für erfahrene(re) Unternehmer in Frage. Da er jedoch überwiegend von Privatpersonen in Anspruch genommen wird, nennt man ihn auch Konsumkredit.
  • Ein Minikredit kann ebenfalls von Privatpersonen beantragt werden, in der Regel bis zu 1.000 Euro. Er bewegt sich also in einem wesentlich geringeren finanziellen Rahmen als ein Kleinkredit.

 

 


Das Mikrofinanzinstitut – Ihr Ansprechpartner in Geldfragen

Mikrofinanzinstitute (kurz: MFI) sind Organisationen, die in Zusammenarbeit mit den Mikrokreditfonds Deutschland und den kooperierenden Banken Mikrodarlehen vergeben. Bevor eine Organisation die Akkreditierung als MFI erhält, muss sie einer genauen Prüfung standhalten. Ist ein MFI akkreditiert, muss es den Kreditnehmer in allen Angelegenheiten bezüglich des Kredits unterstützen. Dazu gehört auch Beratung und Hilfe, falls es zu Problemen bezüglich der Rückzahlung kommen sollte. Ein Mikrofinanzinstitut vergibt Kredite nicht selbst, sondern kann Empfehlungen an die kooperierende Bank aussprechen. Es übernimmt also in erster Linie eine beratende und helfende Position. Eine Übersicht über alle akkreditierten MFIs finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales: Mikrofinanzinstitute.

 


 

Junge Gründerin in ihrer Werkstatt

Wer bekommt einen Mikrokredit?

Mikrokredite richten sich speziell an Selbstständige und Kleinunternehmer. Außerdem werden gezielt Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund, die selbstständig tätig sind, gefördert. Ebenfalls werden Ausbildungsbetriebe und solche, die künftig ausbilden möchten, besonders unterstützt. Wichtig ist vor allem eins: Der Mikrokredit muss nachweislich dem Auf- oder Ausbau der Selbstständigkeit dienen.

Voraussetzungen für einen Mikrokredit

Zwar sind die Anforderungen für einen Mikrokredit weit geringer als bei regulären Bankinstituten. Einige Voraussetzungen müssen Sie als Antragsteller dennoch erfüllen:

  • Möchten Sie einen Mikrokredit aufnehmen, müssen Sie einen Antrag bei einem Mikrokreditinstitut stellen. Ihre Hausbank ist dafür nicht der richtige Ansprechpartner.
  • Sie müssen einen unternehmerischen Verwendungszweck nachweisen. Das heißt, ein Kredit für etwa die Einrichtung eines Cafés wird bewilligt, der Urlaub, den Sie sich als Selbstständiger aktuell nicht aus eigenen Mitteln leisten können, abgelehnt.
  • Ihr Antrag muss deutlich machen, dass Sie von Ihren Erträgen leben können und keine Schwierigkeiten mit der Rückzahlung zu erwarten sind.
  • Sie müssen einem förderungswürdigen Gewerbe nachgehen. Der Schwerpunkt liegt auf Dienstleistungen, Gastronomie, Einzelhandel und ausbildenden Unternehmen.
  • Einige Mikrofinanzinstitute setzen eine Bürgschaft voraus und schließen Schufa-Einträge aus, wenn diese eine Insolvenz, ein offenes Mahnverfahren oder Vorstrafen beinhalten.

 

Die Vor- und Nachteile eines Mikrokredits

Vorteile

  • Der größte Vorteil: Sie müssen als Mikrokreditnehmer keinerlei Sicherheiten nachweisen.
  • Bei einem positiven Entscheid wird das Geld binnen 72 Stunden ausgezahlt. Die Mikrokreditinstitute indaro Mikrofinanz GmbH und Mikrokredit Schleswig-Holstein GmbH in 24h.
  • Es spielt keine Rolle, ob Sie haupt- oder nebenberuflich selbstständig sind.
  • Negative Schufa-Einträge führen nicht zur Ablehnung.
  • Auch ausländische Staatsbürger erhalten einen Mikrokredit. Sie müssen lediglich eine Meldeadresse in Deutschland vorweisen können, und die Kreditlaufzeit darf nicht länger sein als die Aufenthaltsgenehmigung.

Nachteile

  • Der größte Nachteil ist im hohen Zinssatz zu sehen. Sie zahlen 7,9% Zinsen p.a., wenn Sie sich für diese Kreditform entscheiden. Außerdem fällt eine Abschlussgebühr in Höhe von 100 Euro an.
  • Die Laufzeit ist auf höchstens vier Jahre beschränkt. Entsprechend hoch sind die Rückzahlungsraten. Wer einen Mikrokredit beantragen möchte, sollte sich also sicher sein, dass diese Raten mit den Einnahmen aus der Selbstständigkeit getilgt werden können.
  • Ein Bürge muss sich dazu bereit erklären, seine finanzielle Situation überprüfen zu lassen. Ein enges Vertrauensverhältnis ist Voraussetzung, denn eine Bürgschaft bedeutet viel Verantwortung.

Diese Vor- und Nachteile sollten Sie gründlich für sich abwägen, bevor Sie einen Mikrokredit beantragen. Wenn Sie aber sicher sind, dass Ihnen das Darlehen die nötige Hilfe bietet und Sie die Raten problemlos zurückzahlen können, ist der Mikrokredit eine tolle Möglichkeit für Sie.

 

Möchten Sie einen Mikrokredit beantragen?

Eine Anfrage können Sie direkt auf unserer Seite stellen. Wir leiten Sie an das passende Mikrofinanzinstitut weiter, welches dann mit Ihnen in Kontakt tritt. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Selbstständigkeit!