Handwerker mit Schutzbrille an der Schleifmaschine

Firmenleasing und wann es sich für Ihr Unternehmen lohnt

  • Vorteile und Vertragsbedingungen von Geschäftsleasing
  • Möglichkeiten im Rahmen von Gewerbeleasing für Gründer, Selbstständige & Freiberufler
  • Neu: Kostenloser Online-Rechner speziell für Ihr Investitionsvorhaben
Unternehmerin sitzt am Bürotisch und prüft Ihre Unterlagen

Sie sind auf der Suche nach einer geeigneten Finanzierung Ihrer unternehmerischen Investitionsvorhaben? Leasing ist gerade für Gewerbetreibende eine günstige Möglichkeit zur Finanzierung. Im Folgenden erfahren Sie alles, was Sie zur Finanzierungsform „Firmenleasing“ wissen müssen.

1. Was ist Firmenleasing?
2. Für wen eignet sich Firmenleasing?
3. Mit wem schließen Sie einen Leasingvertrag?
4. Was können Sie als Selbstständiger leasen?
5. Firmenleasing oder Kauf?
6. Welche Vorteile bietet Ihnen Firmenleasing?
7. Welche Möglichkeiten des Firmenleasing haben Sie?

1. Was ist Firmenleasing?

Firmenleasing (auch Gewerbeleasing oder Geschäftsleasing genannt) ist kurz gesagt: ein Mietverhältnis. Der Leasingvertrag vereinbart die Nutzung von Wirtschaftsgütern durch Ihr Unternehmen, den Leasingnehmer, das dafür an den Leasinggeber eine regelmäßige Gebühr entrichtet.

2. Für wen eignet sich Firmenleasing?

Firmenleasing beziehungsweise Gewerbeleasing ist für alle Selbstständigen und Unternehmer geeignet. Mehr als 85 Prozent der mittelständischen Betriebe haben laut Leasingverband des Bundes im letzten Jahr ihre Unternehmensfinanzierung darüber verwirklicht. Und Geschäftsleasing funktioniert ebenso für Start-ups sowie Freiberufler. Denn der Vorteil daran: Gerade bei geringem Eigenkapital, ist es eine sinnvolle Option, Anschaffungen auszulagern und über regelmäßige Mietzahlungen zu finanzieren. Die Eigenkapitalquote und das eigene Rating werden dadurch nicht verschlechtert. In der Regel dient das Leasingobjekt dann dem Leasinggeber als Sicherheit. In manchen Fällen können aber auch individuelle Vereinbarungen über zusätzliche Absicherungen getroffen werden.

3. Mit wem schließen Sie einen Leasingvertrag?

Der Leasingvertrag wird grundsätzlich zwischen zwei Vertragsparteien geschlossen und entweder mit dem Hersteller des Leasingobjekts (direktes Leasing) oder mit einer Leasinggesellschaft (indirektes Leasing) vereinbart. Letzteres führt dazu, dass der Kaufvertrag über das Leasingobjekt zwischen dem Hersteller und der Leasinggesellschaft zustande kommt. Direktes Leasing ist zunehmend ein Vertriebsweg von Herstellern, z.B. der Fahrzeugindustrie. Daher kommen Firmenleasing-Angebote häufig von herstellerunabhängigen Leasinggesellschaften.

4. Was können Sie als Selbstständiger leasen?

Prinzipiell können Sie beim Firmenleasing vom Fuhrpark bis zur Betriebs- und Geschäftsausstattung so gut wie alles leasen. Unterschiede ergeben sich durch die Höhe der Investitionen und somit die Vertragsbedingungen:

  • IT- oder Technik-Leasing: Standardprodukte wie Computer- und Software-Ausstattung bedeuten ein geringeres Investitionsrisiko für den Leasinggeber. IT- oder Technik-Leasing wird daher von Gewerbetreibenden häufig über kurzfristige Verträge im Rahmen des sogenannten Operate Leasing finanziert. Ihr Vorteil als Leasingnehmer: Sie erhalten sich Ihre schnelle Reaktionsfähigkeit und können beispielsweise bei technischen Veränderungen entsprechend handeln.
  • Maschinen- und Geräte-Leasing: Kostenintensive und teure Anschaffungen wie Kraftfahrzeuge und Produktionsanlagen führen zu einer längerfristigen Vertragsbeziehung. Maschinen- und Geräte-Leasing wird deshalb von Unternehmen in der Regel über das Finance Leasing finanziert. Ihr Vorteil hier: Langfristige Bindung der Wirtschaftsgüter an das Unternehmen und eine sichere Kalkulationsgrundlage. 
Finanzchef24-Tipp in Blau

Leasingraten als Betriebsausgabe

Kleine und mittlere Unternehmen haben im Regelfall die Möglichkeit die Leasingraten bei der Gewerbesteuer zu 100 Prozent als Betriebsausgaben abzuziehen.

Handwerker bei der Holzbearbeitung an der Werkbank

5. Firmenleasing oder Kauf?

Die Frage könnte auch lauten: Miete oder Eigentum? Der größte Unterschied zwischen Kredit und Leasing ist die Eigentumsfrage: Als Leasingnehmer erwerben Sie ein Nutzungsrecht, zivilrechtlich bleibt der Leasinggeber aber immer Eigentümer. In Folge einer Kreditaufnahme erwerben Sie hingegen die Wirtschaftsgüter, die damit in Ihren eigenen Besitz übergehen. Im Gegenzug entsteht Ihnen aber eine Verbindlichkeit, die Sie abzahlen müssen. 

Die Antwort richtet sich demnach nach den individuellen Zielen und Möglichkeiten Ihres Unternehmens. Als Unternehmer müssen Sie sich Folgendes vor Augen halten: Eine Kreditaufnahme bringt verfügbares Kapital. Damit führt sie zu einer Erhöhung der Gesamtbilanzsumme. Firmenleasing ist für Sie als Leasingnehmer hingegen bilanzneutral. Sie machen dadurch keine Schulden. In beiden Fällen vereinbaren Sie jedoch Zahlungsvereinbarungen mit Ihrem Vertragspartner. 

6. Welche Vorteile bietet Ihnen Gewerbeleasing?

Firmenleasing ist für Gewerbetreibende und Selbstständige eine attraktive Finanzierungslösung. Zusammengefasst sind die wesentlichen Vorteile des Gewerbeleasing:

  • die eigenkapitalschonende Anschaffung von Betriebs- und Geschäftsausstattung und Warenbestand sowie 
  • die bilanzielle Ausweisung der Leasingraten als betriebliche Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung, 
  • und in Folge eine geringere Steuerbelastung, durch die Minderung Ihres erwirtschafteten Gewinns.

Ob Firmenleasing für Ihr persönliches Investitionsvorhaben möglich ist, können Sie jetzt mit nur wenigen Angaben online über unseren kostenlosen Finanzierungsrechner schnell und bequem ermitteln.

7. Welche Möglichkeiten des Firmenleasing haben Sie als Selbstständiger?

Das jeweilige Leasingobjekt bestimmt die konkrete Vertragsgestaltung. Neben der grundsätzlichen Unterscheidung zwischen direkten (mit dem Hersteller) und indirekten Leasing (über eine Leasinggesellschaft) gibt es zwei verschiedene Vertragsarten: 

a) Operate Leasing

Operate Leasing steht für Verträge ohne feste Grundmietzeiten und ermöglicht auch Kurzzeit-Leasing. Was Sie außerdem noch wissen müssen:

  • Kündigungsrecht: Jederzeitiges Kündigungsrecht – sowohl für Sie als Leasingnehmer als auch den Leasinggeber. Ausnahme: Individuelle Vereinbarungen zu den Kündigungsfristen müssen beachtet werden. 
  • Leasingkosten: Dieser Leasingvertrag entspricht einem normalen Mietverhältnis (nach BGB). Das heißt für Sie: Anfallende Kosten für Wartung und Reparatur zahlt der Leasinggeber. Er trägt das Investitionsrisiko, sie leisten die vereinbarten Mietzahlungen. Die Zahlungen müssen nicht die Höhe der Anschaffungskosten decken.
  • Eigentumsverhältnisse: Das Leasingobjekt wird in Ihrer Bilanz nie erfasst. Sie erhalten den geleasten Gegenstand zur Nutzung und geben ihn mit Ablauf der vereinbarten Laufzeit wieder an den Leasingnehmer zurück.

b) Financial Leasing

Financial Leasing zeichnet sich durch feste Mietlaufzeiten aus. Die Laufzeit des Gewerbeleasing ist hier eher mittel- bis langfristig angelegt und orientiert sich an der betrieblichen Nutzungsdauer des Leasingobjekts. Sprich, sie beträgt 50 bis 75 Prozent der durchschnittlichen Nutzungsdauer. Welche Punkte Sie noch beachten müssen: 

  • Kündigungsrecht: Ein Kündigungsrecht vor Ablauf der vereinbarten Laufzeit besteht in der Regel nicht. 
  • Leasingkosten: Ihre Leasingraten decken über die Dauer der Vertragslaufzeit einen Gebührenbeitrag und die Anschaffungskosten des Leasinggebers. Während der Laufzeit des Firmenleasings tragen Sie als Leasingnehmer das volle Risiko für das geleaste Objekt. Für anfallende Versicherungs-, Reparatur- und Wartungskosten müssen daher Sie aufkommen.
  • Eigentumsverhältnisse: Gesetzlich bleibt der Leasinggeber immer Eigentümer. Bilanziell ist das Financial Leasing nicht eindeutig. Wenn die Grundmietzeit unter 40 bzw. über 90 Prozent der betrieblichen Nutzungsdauer liegt, wird das Leasingobjekt beim Leasingnehmer bilanziert. Liegt die Mietzeit dazwischen, ist die Bilanzierung abhängig von einer vereinbarten Kauf- oder Vertragsverlängerungsoption und dem Restbuchwert. 
  • Besonderheit: Oftmals haben Sie die Möglichkeit das Leasingobjekt mit Ablauf der Leasingdauer zu einem Festpreis abzulösen (Kaufoptionsrecht) oder den Vertrag zu verlängern (Verlängerungsoptionsrecht).
Finanzchef24-Tipp in Blau

Sale and Lease Back

Möchten Sie die Vorteile des Firmenleasing nutzen und gleichzeitig die Liquidität Ihres Unternehmens erhöhen? Es gibt eine Möglichkeit das Firmenleasing umzusetzen, die das ermöglicht. So schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe: Sale and Lease Back ermöglicht den Kauf eines Objekts und die anschließende Veräußerung an eine Leasinggesellschaft. Über einen Firmenleasingvertrag sichern Sie sich dann das Nutzungsrecht. Durch den Verkauf werden in Ihrem Unternehmen kurzfristig finanzielle Mittel freigesetzt und die Eigenkapitalquote erhöht.

Ob sich gewerbliches Leasing oder eine andere Finanzierungsart für Ihre Investitionspläne eignet, können Sie jetzt über unseren kostenlosen Finanzierungsrechner ermitteln. Damit lassen sich online Ihre Möglichkeiten des Geschäftsleasings prüfen oder eine geeignete Unternehmensfinanzierung für Ihr gewerbliches Projekt finden. Die richtigen Ansprechpartner bekommen Sie gleich mit an die Hand!