Gastbeitrag des FranchisePORTAL: Wie erkennen Sie ein "gutes" Franchise-System? Teil 1

24. November 2020 | Business | Autor: Steffen Kessler, Geschäftsführer FranchisePORTAL GmbH

Franchise kann der Schlüssel zum Erfolg als selbstständiger Unternehmer sein - die Betonung liegt auf kann. Die größte Herausforderung eines angehenden Franchise-Gründers liegt nämlich zunächst einmal darin, das passende Franchise-System zu finden.

Im Franchising ist das gar nicht so leicht, denn wer denkt, dass sich Franchise nur auf McDonald‘s und Subway beschränkt, irrt. Knapp 1.000 Franchise und Lizenzsysteme gibt es aktuell im deutschsprachigen Raum. Dabei erstrecken sich die angebotenen Geschäftskonzepte auf alle erdenklichen Branchen.

Meist sind es sogar die Konzepte, die sich stark auf eine Nische fokussieren, die als Franchise-System besonders erfolgreich sind. Denn hier kann das Know-how gezielt und effektiv an die Partner weitergegeben werden. Die Partner setzen dieses dann regional mit dem richtigen Händchen und der richtigen Ansprache für die Menschen vor Ort um. Das macht nicht zuletzt den Erfolg von Franchise aus.

Was ist ein gutes Franchise-System?

Doch zurück zur Ausgangsfrage: Was ist denn eigentlich ein gutes Franchise-System? Die Frage ist individuell zu betrachten, denn ein gutes System ist eines, das zu den eigenen Bedürfnissen und Voraussetzungen passt.

Franchise ermöglicht gerade auch Quereinsteigern den Start in noch fremde Branchen; häufig werden sogar gezielt Quereinsteiger gesucht, die frisch ans Werk gehen und die Vorgaben des Systems gerne umsetzen.

Hier lohnt sich also durchaus mal der Blick über den Tellerrand: Wer zum Beispiel Managementerfahrung mitbringt und in erster Linie auch in der Selbstständigkeit eher eine managende Tätigkeit für sich sieht, sollte auch mal einen Blick in die Handwerkliche Ecke des Franchising wagen. Viele der etablierten Systeme dieser Branche suchen genau solche Partner, die dann wiederum Angestellte haben, die letztlich die Arbeit vor Ort erledigen.

Wie so oft steht also die Selbstreflexion ganz am Anfang der Recherche: Was kann ich, was will ich in Zukunft gerne machen und was sicher nicht mehr? Wieviel Eigenkapital bin ich bereit und fähig in meine Selbstständigkeit zu investieren? Diese Fragen grenzen die Franchise-Systeme, die aktiv nach Partnern suchen, schon deutlich ein.

Franchise-Systeme miteinander vergleichen

Dann geht es ans Vergleichen! Jedes System ist individuell zu betrachten. Die Kosten variieren, so aber auch die Geschäftskonzepte und die gebotenen Leistungen. Es ist klar, dass ein investitionsreiches Business (zum Beispiel in der Gastronomie) mit einer international bekannten Marke zu andere Gebühren zu haben ist, als ein investitionsarmes Business (zum Beispiel vom Home Office aus) mit einer eventuell noch nicht ganz so bekannten Marke. Dennoch können natürlich bei ähnlichen Systemen und Geschäftskonzepten die Konditionen miteinander verglichen werden.

Die Höhe der Gebühren ist hier weniger aussagekräftig als die Leistungen, die man dafür erhält. Wie auch bei Versicherungen sollte hier eine gesunde Balance zu erkennen sein.

Ein Franchise-System, das etwas auf sich hält, wird immer offen und transparent agieren. Das bedeutet zum Beispiel, dass nach dem ersten Kennenlernen auch die Möglichkeit besteht, bestehende Partner des Systems kennenzulernen und ihnen Fragen zu stellen. Meist geben die Franchise-Geber eine entsprechende Liste an die Hand und man sucht sich selbst ein paar Kandidaten aus. 

Kommende Woche lesen Sie im zweiten Teil des Beitrags, was es sonst noch bei der Wahl des richtigen Systems zu beachten gilt und welche Alarmsignale Sie nicht ignorieren sollten.
Weitere Informationen über das Franchise-System finden sie außerdem auf https://www.franchiseportal.de/

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