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Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) für Selbstständige

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) für Selbstständige

aktualisiert am 29.01.2025 | Versicherungsratgeber | Cynthia Henrich

Als Bürger in Deutschland - egal ob selbstständig oder nicht - ist eine Krankenversicherung für Sie Pflicht. Jedoch können Sie sich aussuchen, ob Sie sich privat oder gesetzlich versichern möchten. Nachfolgend erfahren Sie alles Wichtige zur GKV für Selbstständige und wie sich der Beitrag für Sie zusammensetzt.

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1. Wann dürfen Sie sich als Selbstständiger gesetzlich versichern?

Die Entscheidung, ob Sie sich gesetzlich oder privat versichern, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wollen Sie sich freiwillig gesetzlich versichern, müssen Sie zuvor bereits Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse gewesen sein. Erfüllen Sie diese Voraussetzung der GKV nicht, müssen Sie sich privat versichern. Eine Rückkehr zur gesetzlichen Krankenversicherung ist für Sie nur möglich, wenn Sie in ein Angestelltenverhältnis wechseln.

Gut zu wissen!

Für Selbstständige ab 55 Jahren: Falls Sie bereits privat versichert sind und nun in die gesetzliche Krankenversicherung zurückkehren möchten, können Sie das nur, wenn Sie in die Familienversicherung des Ehepartners wechseln. Folgende Bedingungen müssen Sie erfüllen:

  1. Sie müssen Ihr Gewerbe aufgeben.
  2. Sie dürfen danach nicht mehr als 556 Euro monatlich verdienen. (Stand Januar 2025).

2. Was leistet die gesetzliche Krankenversicherung?

Tipp!

Kosten für Behandlungen, die die gesetzliche Krankenversicherung nicht übernimmt, können Sie über private Zusatzversicherungen, zum Beispiel einer Zahnzusatzversicherung, abdecken.

Auch wenn der Begriff Leistungskatalog offiziell verwendet wird, handelt es sich nur um gesetzlich festgelegte Rahmenbedingungen. Einen wirklichen Katalog, der die Leistungen im Einzelnen auflistet, gibt es nicht. In § 5 SGB 5 sind die Leistungsarten allgemein formuliert aufgeführt.

Gut zu wissen!

Die gesetzliche Krankenversicherung gilt auch im europäischen Ausland. Aber: Die Leistungen sowie mögliche Zuzahlungen können von denen in Deutschland abweichen. Hier gelten die Bestimmungen des jeweiligen Landes.

3. Zuzahlungen und Befreiungen in der gesetzlichen Krankenversicherung

Gesetzliche Zuzahlungen:

Wenn Sie sich gesetzlich versichern, müssen Sie bestimmte Leistungen anteilig selbst bezahlen. Diese Zuzahlungen sind genau festgelegt. Für Arznei- und Verbandmittel beispielsweise müssen Sie 10 % des Preises selbst übernehmen. Gesetzlich ist es aber so eingegrenzt, dass Sie mindestens 5 Euro und höchstens 10 Euro pro Rezept bezahlen müssen.

Befreiungen von der Zuzahlung:

4. Wie hoch ist der Beitrag der gesetzlichen Krankenversicherung für Selbstständige

Der Beitrag der GKV ist von folgenden Faktoren abhängig:

  • dem allgemeinen Beitragssatz (aktuell 14,6 %; ermäßigter Beitragssatz: 14 %) sowie dem individuellen GKV-Zusatzbeitrag der jeweiligen Krankenkasse
  • dem Beitragssatz der Pflegeversicherung (4,2 % für Kinderlose ab 23 Jahren bzw. 3,05 % für Versicherte mit Kindern)
  • Ihrem Bruttogesamteinkommen
  • der jeweiligen Mindest- beziehungsweise Höchstgrenze (Beitragsbemessungsgrenze)
  • der gewählten Leistung: mit oder ohne Krankengeld

Gut zu wissen!

Die Beitragsbemessungsgrenze, an der sich der Höchstbeitrag orientiert, liegt für 2025 bei 5.512,50 Euro pro Monat. Bei Selbstständigen, die sehr wenig verdienen, wird ein Mindestbeitrag erhoben. Dieser wird auf Basis einer Mindesteinnahme von 1.131,67 Euro pro Monat berechnet.

Wichtige Gewerbeversicherungen

5. Krankenversicherung für Existenzgründer: gesetzlich oder privat?

Folgende Faktoren sollten Sie berücksichtigen, bevor Sie sich für eine Form der Krankenversicherung entscheiden:

Eintrittsalter:

Die Beitragssätze privater Krankenversicherungen sind altersabhängig. Je älter man bei Abschluss der Krankenversicherung ist, desto höher fällt in der Regel der Beitrag aus. Doch auch für einen jungen, gesunden Existenzgründer kann eine private Krankenversicherung bisweilen teurer sein als eine gesetzliche Krankenversicherung.

Vorerkrankungen:

Wenn Sie mit Vorerkrankungen zu kämpfen haben, wird der Beitragssatz für eine private Krankenversicherung höher ausfallen. Auch Leistungsausschlüsse gegen bestimmte Krankheitsbilder sind nicht selten. Bei erheblichen Vorerkrankungen kann es sogar sein, dass Sie von keiner privaten Krankenversicherung aufgenommen werden. Sind Sie gesund, können Sie mit niedrigeren Tarifen einsteigen.

Familie:

In der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es die Möglichkeit, die eigene Familie kostenfrei mitzuversichern. Sind Sie privat versichert, müssen Sie für Familienmitglieder zusätzliche Beiträge zahlen. Denn eine Familienversicherung wie in der GKV gibt es nicht. Für jedes Familienmitglied muss ein eigenständiger Versicherungsvertrag geschlossen werden. Die Kosten variieren je nach Versicherer und sind abhängig vom Alter und Gesundheitszustand des jeweiligen Familienmitglieds.

Leistungen:

Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen müssen bei Bedarf durch private Zusatzleistungen ergänzt werden. In der privaten Krankenversicherung können Sie direkt aus verschiedenen Tarifen wählen, die unterschiedlich leistungsstark sind. Ein hochwertiger privater Tarif übernimmt viele Leistungen, die in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht inkludiert sind. Aber: Ein höherer Umfang wirkt sich auf die Beitragshöhe aus.

6. Sie möchten sich als Selbstständiger privat versichern?

Dann informieren Sie sich auf unsere Seite zur privaten Krankenversicherung oder fordern Sie direkt einen unverbindlichen Angebotsvergleich an.

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