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Marke anmelden in 8 Schritten & vor unerlaubter Verwendung schützen

Gastbeitrag von advocado

Marke anmelden in 8 Schritten & vor unerlaubter Verwendung schützen

27.06.2022 | Business

Eine Marke grenzt Produkte oder Dienstleistungen eines Unternehmens von Wettbewerbern ab, schafft Vertrauen und sichert einen hohen Wiedererkennungswert. Kunden erwarten hinter einer starken Marke oft ein zuverlässigeres Produkt oder einen besseren Service als bei den Angeboten der Konkurrenz. Marken können daher nicht nur das Fundament für Erfolg in Marketing und Kommunikation, sondern der Grundpfeiler für den Geschäftserfolg eines Unternehmens sein.

1. Was spricht für die Anmeldung einer Marke?

2. Welche Markenart ist die richtige?

Je nachdem, welche Art von Kreation Sie schützen lassen möchten, gibt es verschiedene Optionen:

Wortmarke

Eine Wortmarke besteht aus Schriftzeichen wie Buchstaben, Ziffern und ausgewählten Sonderzeichen. Damit lassen sich Slogans oder Personennamen schützen (beispielsweise Dr. Oetker).

Bildmarke

Mit einer Bildmarke lassen sich Bilder ohne Schriftanteil wie Abbildungen, Symbole, Piktogramme oder Logos schützen (beispielsweise der angebissene Apfel von Apple).

Wort-Bild-Marke

Eine Wort-Bildmarke kombiniert, wie der Name schon sagt, Wort- und Bildelemente (beispielsweise das Logo des WWF mit Panda und Schriftzug).

Auch dreidimensionale Marken sind möglich: Ein bekanntes Beispiel ist die Coca-Cola-Glasflasche. Sogar Farben wie das Magenta der Telekom und Geräusche wie das Brüllen des MGM-Löwen lassen sich als Farb- bzw. Klangmarken schützen.

Für die Anmeldung müssen Sie allerdings sicherstellen, dass die Marke in Ihrer Branche einzigartig ist. Bei zu starker Ähnlichkeit oder Verwechslungsgefahr mit einer bereits eingetragenen Marke liegt ein Schutzhindernis vor – eine Marke lässt sich dann nicht anmelden.

3. Wie melde ich eine Marke an?

Eine Marke melden Sie beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) an. Wie bei so vielen Dingen kann auch hier eine gute Vorbereitung Zeit und Geld sparen.

Eine Marke können Sie in 8 Schritten anmelden:

1. Markenrecherche durchführen

Eine umfangreiche Markenrecherche nach identischen oder ähnlichen Marken vor der Anmeldung beim DPMA stellt sicher, dass sich Slogan, Logo und Co. als Marke schützen lassen – und die von Ihnen präferierte Marke für die gewünschten Waren- und Dienstleistungsklassen verfügbar ist.

Die Recherche muss so umfassend und erschöpfend sein, dass vor der Anmeldung der Marke zweifelsfrei ausgeschlossen ist, dass die präferierte Marke bestehende Markennamen verletzt oder Schutzhindernisse einer erfolgreichen Anmeldung entgegenstehen.

(Dr. Michael Metzner, advocado Partner-Anwalt für Markenrecht)

Hilfe holen lohnt sich

Aufgrund des Umfangs einer Markenrecherche kann sich fachkundige Hilfe lohnen. Diese finden Sie zum Beispiel direkt beim DPMA oder bei einem Anwalt für Markenrecht.

4. Was kostet eine Markenanmeldung?

Was eine Markenanmeldung kostet, hängt ganz davon ab, ob Sie diese alleine beantragen oder Unterstützung dafür möchten.

Eine professionelle Markenrecherche vom Anwalt kann für eine nationale Marke zwischen 150 und 500 Euro kosten – je nach Komplexität und Recherche-Umfang. Soll der Anwalt die Markenanmeldung übernehmen, entstehen für deren Vorbereitung und Durchführung inklusive Beratung noch einmal Kosten von ungefähr 150 bis 200 Euro.

Für die Anmeldung ist nicht zwingend ein Anwalt notwendig – allerdings kann die umfassende Recherche oder die Auswahl des Waren- und Dienstleistungsverzeichnisses für juristische Laien sehr kompliziert sein und zu Fehlern bei der Anmeldung führen.

(Dr. Michael Metzner, advocado Partner-Anwalt für Markenrecht)

Melden Sie ohne fachkundige Unterstützung eine Marke an, entfallen die Kosten für die Markenrecherche und einen Anwalt. Dann sind nur die Gebühren beim DPMA in Höhe von 290 Euro zu bezahlen. Hier sind bereits 3 Nizza-Klassen enthalten. Jede zusätzliche Klasse kostet jeweils 100 Euro.