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Unternehmerhand, symbolisch für die Personalplanung in Start-ups

Personalplanung für Start-ups

Der Personaleinsatz und der Betriebsablauf sind tragende Aufgaben, an die Sie als Existenzgründer in Ihrer neuen Führungsrolle planvoll herangehen sollten. Hier finden Sie die Maßnahmen der Personalplanung im Überblick.

Autorin: Barbara Schweigert, Stand: 27.05.2016

Geschäftsführer stimmen in der Personalplanung den Personaleinsatz und die Aufgabengebiete mit ihren Mitarbeiter ab.

Egal ob Sie allein oder mit Ihren Partnern an den Start gehen – Ihr Unternehmen wächst mit dem Recruiting von neuen Mitarbeitern, die Sie unterstützen. Auch wenn Sie Aufträge von externen Dienstleistern durchführen lassen, sollten Sie klare Verhältnisse schaffen und die Personalstruktur für Ihr Unternehmen definieren.

Die Grundlage: eine ausgeklügelte Unternehmensstruktur für die Personalplanung

Überlegen Sie sich zu Beginn, wie hoch Ihr Bedarf an Beschäftigten ist: In Ihrer Personalplanung wägen Sie ab, wann und wie viele neue Mitarbeiter zur Verfügung stehen (sollen). Abhängig davon, wie Sie Ihre Geschäftsidee umsetzen wollen, sollten Sie den Personaleinsatz kurz-, mittel- und langfristig ausarbeiten. Es empfiehlt sich, sich dabei auf die ersten drei Jahre nach Ihrer Existenzgründung zu konzentrieren.

In der Personalplanung gilt es außerdem, zu organisieren, welche Tätigkeiten die Beschäftigten übernehmen sollen. Zunächst werden in einem Organigramm die Aufgabenteilung und die Zuständigkeiten festgelegt. Für diese Unternehmensstruktur kann sich der Blick auf die Abläufe und die Kernkompetenzen des Jungunternehmens lohnen: Lassen sich wiederkehrende und relevante Prozesse identifizieren – zum Beispiel der Einkauf, der Service und das Marketing? Dann kann die Personalplanung nach diesen Strukturen ausgerichtet werden.

Die Praxis: ein übersichtlicher Dienstplan zur Personaleinsatzplanung

Damit Sie den Überblick über die personelle Besetzung in Ihrem jungen Unternehmen behalten, ist es hilfreich, einen Dienstplan zu erstellen. Dieser Arbeitskalender vermittelt Ihnen und Ihren Mitarbeitern, an welchen Tagen welche Personen mit welchen Aufgaben betraut sind.
Dazu sollten Sie mit einer Tabelle arbeiten, die den Personaleinsatz, den Beginn und das Ende der Arbeitszeiten darstellt. Wie in den Arbeitsverträgen geregelt, sind unter anderem die Wochenstunden, der Pausen- und Urlaubsanspruch der Mitarbeiter für die Organisation ausschlaggebend. Spätestens aus dem Dienstplan gehen Lücken in der Personalplanung hervor. 

Die Fortführung: eine flexible Handhabe in der Personalplanung

Ihre Existenzgründung ist geschafft und Sie arbeiten beständig an der Verwirklichung Ihrer Geschäftsidee. Genauso wie sich Ihr Unternehmen weiterentwickelt, können sich auch der Bedarf an Mitarbeitern und die Arbeitsfelder wandeln. Eventuell müssen Sie neuerlich an das Recruiting herangehen oder sich von Beschäftigten trennen.

Achten Sie dabei auf die Personalkosten, dem finanziellen Aspekt der Personalplanung: Sie kommen nicht nur für das Bruttogehalt eines Mitarbeiters auf, sondern leisten ebenso Abgaben zur Sozialversicherung. Personalaufwendungen sind wie Miete und Material auch die laufenden Kosten. Wenn sich diese verändern, sollten Sie die Folgen berücksichtigen und Ihre Personalplanung justieren.

Hinweis von unseren Experten in Grün

Die Personalplanung ist ein Bereich, dem Sie stets Aufmerksamkeit beimessen sollten. Wie Sie den Personaleinsatz gestalten, haben Sie in den vorigen Abschnitten erfahren. Zur personellen Organisation gehört auch die Zusammenarbeit und Motivation der Mitarbeiter – eine Kunst, die man lernen kann und die fundamental für Ihre Mitarbeiterführung ist.

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