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Grünes Billboard mit Kontoauszug und Kugelschreiber im Hintergrund

Konto eröffnen: Tipps für Gründer

Als Existenzgründer haben Sie ein privates Konto, über das Sie die ersten Zahlungsvorgänge Ihres Start-ups regeln können. Aber: Sie verlieren schnell den Überblick, je mehr Kontobewegungen es gibt. Trennen Sie daher Ihre finanziellen Angelegenheiten frühzeitig und eröffnen Sie ein separates Konto. Hilfreiche Hinweise dazu erhalten Sie in diesem Artikel.

Autorin: Barbara Schweigert, Datum: 13.06.2016

Zwei Existenzgründer lassen sich zu den verschiedenen Konto-Optionen beraten

Wie bringen Sie von Anfang an Ordnung in die Kontoführung Ihres Start-ups?

Spätestens wenn Sie Ihre erste Rechnung für Kunden schreiben, müssen Sie als Existenzgründer eine Bankverbindung parat haben. Und wenn Ihre Kunden direkt in Ihrem Laden oder Geschäft bar bezahlen, benötigen Sie ein Konto, auf dem Sie Ihr Geld einzahlen und verwalten können.

Ein eigenes Konto für Ihre geschäftlichen Finanzen ist hier unerlässlich, denn es erleichtert Ihnen die übersichtliche Buchführung zu Ihren Einnahmen und Ausgaben ungemein. Die Banken verbieten Ihnen in der Regel auch in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen, Ihr privates Girokonto für den geschäftlichen Zahlungsverkehr zu nutzen.

Grundsätzlich sind zwei Varianten von Konten möglich, die Unternehmer für die geschäftliche Kontoführung nutzen können: Ein Geschäftskonto sowie ein zweites Girokonto. Hier variieren die Konditionen zur Kontoführung in Preis und Leistung von Bank zu Bank: Überlegen Sie sich also gut, bei welcher Bank Sie ein Konto für Ihr Jungunternehmen eröffnen.

Hinweis von unseren Experten in Grün

Idealerweise fällen Sie Ihre Entscheidung zu Bank und Kontoart langfristig. Grund: Ein späterer Wechsel ist mit viel Aufwand verbunden. Denn Sie müssen Maßnahmen treffen, um Fehl- und Umbuchungen zu vermeiden und alle Ihre Kunden und Geschäftspartner über die ungültige alte sowie die neue Bankverbindung informieren. Auch benötigen Sie neue Briefbögen, Überweisungsvordrucke und so weiter.

Welche Optionen zur Kontoeröffnung stehen Ihnen als Existenzgründer offen?

  1. Geschäftskonto für Jungunternehmen: Dieses Konto ist für Existenzgründer Pflicht, die eine Kapitalgesellschaft (AG, GmbH oder UG) eröffnen. Denn in diesem Fall müssen Sie Ihr Stammkapital auf einem Geschäftskonto einzahlen und darüber einen Nachweis erbringen können. Gründen Sie hingegen ein Einzelunternehmen oder eine Personengesellschaft steht es Ihnen frei, wie Sie Ihre geschäftliche Kontoführung gestalten – ein separates Geschäftskonto ist eine Ihrer Optionen.
  2. Girokonto für Start-ups: Einzelunternehmer und Existenzgründer haben bei einigen Banken außerdem die Möglichkeit, neben Ihrem privaten Girokonto ein zweites beziehungsweise ein Unterkonto für die geschäftlichen Bankangelegenheiten zu eröffnen.

Gut zu wissen: Online-Konto für Jungunternehmen

In der Gastronomie und im Handel zahlen die Unternehmer regelmäßig das eingenommene Bargeld auf ihr Konto ein. Wenn Sie darauf verzichten können, weil Ihre Kunden das Geld direkt auf Ihr Konto überweisen, kommt auch ein Online-Konto für Ihr Start-up in Frage. Hier tätigen Sie Ihre Überweisungen und erhalten eine Übersicht über alle Kontobewegungen online nach wenigen Klicks.

Tipp von Finanzchef24 in Grün

Möchten Sie Ihr Start-up zusammen mit einem Partner führen, bietet sich ein Gemeinschaftskonto an. Dieses lässt sich als sogenanntes „Oder-Konto“ oder als „Und-Konto“ eröffnen. In einem Oder-Konto können Sie und Ihr Geschäftspartner unabhängig voneinander Buchungen durchführen und über das Geld verfügen, in einem Und-Konto müssen beide Kontoinhaber Bankaufträge gegenzeichnen.

Die wichtigsten Entscheidungskriterien für Ihr neues Konto – Hauptsache kostenlos?

Eines vorweg: Fast jede Bank bietet ein Geschäftskonto oder ein Girokonto für Existenzgründer an und viele werben damit, dass die Kontoführung kostenlos ist. Aber an die Gratis-Konten sind häufig bestimmte Bedingungen geknüpft. Somit sollten Sie die aktuellen Angebote zu Konten für Unternehmer genau vergleichen und über den Kostenfaktor hinaus nach weiteren Kriterien auswählen:

  • Kosten: Wie hoch sind die allgemeinen Grundgebühren für die Kontoführung als Existenzgründer? Verändert sich die Gebührenhöhe? Was kosten beleglose und beleghafte Buchungen oder die Überziehung Ihres Kontos? Wie teuer ist die Abhebung von Bargeld im In- und Ausland? Fallen Kosten für EC- und Kreditkarten oder für Kontoauszüge an? Fallen für Unterkonten (zusätzliche) Kosten an?

    Wichtig zu wissen: Für die Kosten ist vor allem die Anzahl Ihrer beleghaften Buchungen maßgeblich. Denn diese Kontobuchungen führt ein Bankangestellter mit einem Überweisungsträger oder einem anderen Papierbeleg durch. Dieser Personalaufwand macht beleghafte Buchungen wesentlich teurer als beleglose Buchungen. In der Regel ist eine bestimmte Anzahl an beleghaften Buchungen in den Angeboten inbegriffen. Über die Grenze hinaus sollten Sie jedoch nicht kommen. Somit sollten Sie eine realistische Schätzung vornehmen, wie viele beleghafte Buchungen Sie pro Jahr benötigen.

Hinweis von unseren Experten in Grün

Es kann passieren, dass Banken die Konditionen für die Kontoführung ändern, zum Beispiel indem sie Kontoführungsgebühren einführen. Prüfen Sie also nach, ob solche Vorhaben publik sind – etwa in Branchenmedien – bevor Sie ein Konto eröffnen.

  • Guthabenverzinsung: Wird Ihr Guthaben verzinst – wenn ja, zu welchem Prozentsatz? Wiegen die Zinsen mitunter die Kontoführungsgebühren für Ihr Unternehmen wieder auf?
  • Erreichbarkeit: Wie viele Geldautomaten stehen in Ihrer Umgebung zur Verfügung? Sind Bankfilialen mit Angebot zur persönlichen Beratung in Ihrer Nähe? Oder wünschen Sie sich, dass Ihre Bank-Ansprechpartner gut per Telefon, E-Mail oder Chat erreichbar sind?
  • Services über Ihre Kontoführung hinaus: Gibt es ein Angebot zur Existenzgründerberatung? Sind Finanzierungsarten wie Förderdarlehen oder Kontokorrentkredite möglich und unter welchen Voraussetzungen?

Bei Ihrer Suche nach dem passenden Geschäftskonto für Ihr Start-up steht Ihnen unser kostenfreier Online-Rechner als Entscheidungshilfe zur Verfügung: Hier können Sie die Konditionen der Angebote verschiedener Banken vergleichen.

Sie haben Ihre Entscheidung getroffen, bei welcher Bank Sie Ihr Konto eröffnen möchten? Dann müssen Sie abhängig von der Rechtsform Ihres neuen Unternehmens verschiedene Unterlagen vorlegen. Als Gewerbetreibender benötigen Sie gewöhnlich die Nachweise zu Ihrer Gewerbeanmeldung und – falls Sie kaufmännisch tätig sind – Ihrem Handelsregistereintrag.

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