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Grünes Billboard mit dem Text "Corporate Design"

Corporate Identity: Wie lässt sich eine Firmenidentität für Start-ups kreieren?

In der Gründungsphase begegnen Ihnen früh Entscheidungen, die die Corporate Identity Ihres Start-ups betreffen. Die Herausforderung für Sie als Jungunternehmer besteht darin, alle definierten Charakteristika auf einen Nenner zu bringen und eine besondere Unternehmensidentität zu schaffen.

Autorin: Barbara Schweigert, Stand: 23.05.2016

Corporate Design-Muster für Geschäftspapiere und Kommunikationsmittel

In dem Begriff der Corporate Identity (häufig mit CI abgekürzt) vereinen sich Ideen und Konzepte, wie ein Unternehmen sein Selbstverständnis schaffen und sich in der Außenwelt positionieren kann. Wenn ein Start-up eine eigene Unternehmensidentität entwickelt, kann ein strukturiertes und einheitliches Bild viele Vorteile bringen. Zum Beispiel wirkt ein Jungunternehmen mit gut durchdachter Corporate Identity glaubwürdiger und kompetenter als ohne. Doch zum Entwurf und zur Etablierung der Identität gehören viele verschiedene Bausteine, die Gründer für ihr Unternehmen zusammensetzen sollten.

Der Grundstein für die Corporate Identity: Die Unternehmenskultur

Die Identität Ihres Unternehmens hängt davon ab, welches Unternehmensleitbild Sie zu Grunde legen. Denn mit Ihrer Vision und den Strategien zur Umsetzung Ihrer Geschäftsidee geben Sie eine erste Richtung vor, in die sich Ihr Start-up fortbewegen soll. Ein Beispiel für die Konzeption und die Formulierung finden Sie etwa im Unternehmensleitbild der Fraunhofer-Gesellschaft. In einem nächsten Schritt sollten Sie sich überlegen, welche Erwartungen Sie an Ihre Mitarbeiter stellen und welche Bedürfnisse diese wiederum haben. Auch für gesellschaftliche Anforderungen, die Ihr Unternehmen betreffen, sollten Sie offen sein, wenn Sie die Corporate Identity entwickeln.

Nach einer Anlaufphase des Arbeitsalltags wird die sogenannte Corporate Culture sichtbar. Sie bildet sich quasi automatisch aus dem Zusammenspiel der Unternehmensführung mit den Reaktionen der Mitarbeiter und der Umwelt: Es entwickeln sich Routinen in der Kommunikation und den Vorgehensweisen innerhalb des Unternehmens und sogar innerhalb einzelner Abteilungen oder Aufgabengebiete.

Das Fundament der Corporate Identity: Das Unternehmensverhalten

Als Führungskraft können Sie Netzwerke und Verhaltensmuster in Ihrem Start-up fördern, etablieren oder verändern. Hat sich zum Beispiel gezeigt, dass Teambesprechungen alle Beteiligten auf den gleichen Stand bringen und den Austausch anregen? Dann könnten Sie solche Termine regelmäßig einberufen und in den Betriebskalender eintragen. Legen Sie auch Standards fest, wie Ihre Mitarbeiter mit Kunden umgehen sollen. Solche durchgängigen und konsequenten Handlungsweisen sind in dem Begriff Corporate Behaviour zusammengefasst und stellen wiederum Maßnahmen der Corporate Identity dar.

Ein weiterer Baustein zum Aufbau der Unternehmensidentität ist die Corporate Responsibility. Zur unternehmerischen Verantwortung gehört, die eigene Geschäftstätigkeit auf ihre gesellschaftlichen Auswirkungen hin zu evaluieren. Haben Sie einen Überblick über die Ökobilanz Ihres Betriebs? Sie können durchaus mit kleinen Projekten wie der Mülltrennung oder einer papierlosen Kommunikation anfangen. Darüber hinaus sind viele weitere Maßnahmen möglich. Beispiele dafür können Sie unter anderem im Nachhaltigkeitsbericht von Siemens nachlesen.

Die Fassade der Corporate Identity: Die Unternehmensrepräsentation

Zu einem einheitlichen Firmenbild gehört allen voran die visuelle Ebene: Das Erscheinungsbild Ihres Start-ups wird unter Corporate Design (auch CD genannt) zusammengefasst und definiert. Wichtige Punkte sind das Logo, der Schriftzug oder auch die Schreibweise Ihres Firmennamens. Legen Sie Wert darauf, dass die Farben, Formen und Texte einheitlich genutzt werden, sei es auf Visitenkarten, in Broschüren oder auf der Internetseite – als Beispiel können Sie sich ansehen, wie das Corporate Design von Finanzchef24 [PDF|757 KB] in verschiedenen Formaten verwendet wird. Damit fördern Sie, dass Ihre Kunden und das Unternehmensumfeld Ihre Corporate Identity wahrnehmen und wiedererkennen.

Ihr Corporate Design sollten Sie auch nutzen, um Ihre Unternehmenskommunikation – die Corporate Communication – zu untermauern. Wenn Sie Ihren Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Kunden beispielsweise Weihnachtskarten schreiben, sollten die Anrede und Formulierungen mit denen in anderen Schreiben übereinstimmen. So ist für alle kommunikativen Aktivitäten Ihres Jungunternehmens ein strukturiertes Vorgehen empfehlenswert. Legen Sie zudem die Zuständigkeiten für Sonderfälle fest, zum Beispiel wenn kritische Fragen von Journalisten in Ihrem Start-up eintreffen.

Hinweis von unseren Experten in Grün

Verleihen Sie dem Corporate Design Ihres Start-ups einen neuen Anstrich, wenn Sie merken, dass die Wirkung und der Wiedererkennungswert nicht so ausgeprägt sind wie gewünscht. Vor allem in der Anfangsphase Ihrer Existenzgründung können Sie solche größeren Veränderungen an der Corporate Identity vornehmen – für etablierte Marken gestaltet sich der Wandel schwieriger.

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